Freiarbeitsmaterial

 

Freiarbeit ist heutzutage an sehr vielen Schulen gang und gäbe, es gehört zum Unterrichtskonzept dazu, dass Schüler phasenweise oder auch tageweise sich „in Eigenregie“ mit einem Thema befassen und teilweise dann auch ihr Ergebnis präsentieren.

 

Maria Montessori hat das Konzept der Freiarbeit in ihrer Reformpädagogik entwickelt und im Zuge dessen für die jüngeren Jahrgangsstufen (Kinder zwischen 2 und etwa 12 Jahren) auch Freiarbeitsmaterial geschaffen, das von fast allen Kindern mit Begeisterung angenommen wird.

 

Ein Beispiel für Freiarbeit an einer Schule: An einem bestimmten Wochentag haben Schüler während einer bestimmten Zeit in einer sogenannten „vorbereiteten Umgebung“ die Auswahl zwischen verschiedenen Materialien bzw. später auch Aktivitäten wie z. B. Werkraum, Bücherei und Computer. Nach Absprache mit der Lehrkraft werden die Aktivitäten gewählt. Dabei werden bestimmte Regeln eingehalten wie zum Beispiel dass niemand bei der Arbeit gestört werden darf, dass das Material vom Kind im Anschluss an die Arbeit wieder an seinen Platz zurück gebracht wird oder eine begonnene Arbeit gekennzeichnet wird und vor Beginn einer neuen Arbeit beendet wird.

 

Pädagogische Einrichtungen arbeiten ganz, teilweise oder gelegentlich in Freiarbeit. Die Freiarbeit und Freiarbeitsmaterial bringt Abwechslung in den Schulalltag, animiert Kinder, individuell zu lernen und fördert die Selbständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung.

 

Die sogenannten „Sensiblen Phasen“ in der Freiarbeit

 

Ein ganz zentraler Aspekt in der Montessori-Pädagogik sind die von Montessori so benannten „Sensiblen Phasen“. Laut Montessori durchläuft ein Kind in seiner Entwicklung bestimmte Phasen, während der ganz spezifische Eigenschaften und Fertigkeiten erlernt werden können. Dabei richtet sich auch die Aufmerksamkeit des Kindes auf bestimmte Bereiche oder Gegenstände in seiner Umgebung. Maria Montessori hat ihr Material auch gezielt unter Berücksichtigung dieser sensiblen Phasen entworfen – werden Kindern innerhalb dieser Zeit entsprechende Montessori Artikel zur Verfügung gestellt, werden diese mit Begeisterung angenommen. Je nach Kind unterscheiden sich natürlich die Lerngebiete, an denen Interesse gezeigt wird – wichtig ist es, zu beobachten und entsprechendes Material zur Verfügung zu stellen. Während der Freiarbeit achten Montessori-Pädagogen im Idealfall auf die sensiblen Phasen der Kinder und darauf, dass das richtige Material zur Verfügung gestellt wird.

 

Das Freiarbeits-Materialien von Maria Montessori

 

Beinahe alle Materialien, die Maria Montessori entwickelt hat, sind für die Freiarbeit geeignet, denn ihre Unterrichtsmethode bestand in der Hauptsache aus Freiarbeit. Da beinahe alle Materialien über eine Selbstkontrolle verfügen, und nach der Erklärung durch den Erwachsenen das Kind sie alleine nutzen kann, können Kinder jederzeit selbständig damit arbeiten. Maria Montessoris Freiarbeitsmaterial bezieht sich in der Hauptsache auf Kinder bis max. vierte Klasse Grundschule. Abgesehen davon wurden auch nach Montessori sehr gute Lernmaterialien nach den Kriterien Montessoris für die gleiche Altersgruppe oder auch für etwas ältere Kinder entwickelt die es in vielen Internetshops zu kaufen gibt. In den höheren Jahrgangsstufen sind Kinder ja dann auch nicht mehr so angewiesen auf spezielle Materialien, da sie themenspezifisches Material in Büchern und im Internet finden etc. Zusätzlich findet man auf vielen pädagogischen Seiten im Internet kostenlos oder günstig Freiarbeitsmaterial zum Download. Freiarbeitsmaterial zum Kopieren gibt es als Bücher im Handel etc. – so wird man auf der Suche nach Freiarbeitsmaterial sicher fündig!